Behandlungsmethoden

Wie ich schon anfangs ausgeführt habe, arbeite ich methodenintegrativ.

D.h. aber nicht, dass ich alle Methoden gleichzeitig anwende sondern dass ich aus einem Pool an Methoden auswählen kann.

Trotzdem bleibt die tiefenpsychologische und humanistische Psychotherapie immer die Grundlage meines therapeutischen Denkens und Tuns. Sehr häufig arbeite ich in den letzten Jahren mit verschiedenen Persönlichkeitsanteilen( Egostate-Therapie), unter anderem mit dem “so genannten inneren Kind“, aber auch mit Täteranteilen ua. (s. Huber, Reddemann, Sachsse, Schwartz, Peichl, Fritzsche).

Besonders wichtig ist mir die Stärkung eines Erwachsenen, desjenigen, der verantwortlich für alle anderen Teile ist und dafür sorgt, dass „das normale Leben einigermaßen gelingt“ und nicht alle Reaktionen und Gefühle ausagiert oder vollkommen unterdrückt werden. Hierbei lege ich häufig ein besonderes Augenmerk, wenn dies erforderlich erscheint, auf die transgenerationale Perspektive, da ich mir sicher bin, dass auch heute erhebliche Folgeschäden der Kriege zu verzeichnen sind und es manchmal notwendig ist, sich mit dieser Thematik mehr zu beschäftigen und eventuell auch transgenerational zu Lösung und Frieden beitragen zu können(s.a.Plassmann, Bode,Massing, Boszarmenyi-Nagy) .

Auch arbeite ich mit Methoden der Paar-und Familientherapie, deren systemische Sichtweise ich immer wieder mit einbeziehe.

Ebenfalls wende ich Übungen des Achtsamkeitstrainings MBSR (mindfullness based stress reduction) an, benutze Methoden der Hypnotherapie, Gestalttherapie, besonders die Arbeit mit dem      “ leeren Stuhl“ und der Körpertherapie, fördere insgesamt die Gefühls-und Körperwahrnehmung. Immer wieder geht es oft um die Reduktion von Stress, manchmal erst einmal um die Wahrnehmung von Stress und Körperanspannung.

In allen Bereichen erfolgt relativ viel Psychoedukation, da dies nach meiner Erfahrung entlastet, mehr Verständnis schafft, und heutiges Wissen vermittelt, das häufig hilfreich ist.

In meiner Gestalttherapieausbildung lag auch ein Fokus auf den gesellschaftlichen Aspekten psychische Erkrankungen. Dies greife ich insoweit auf, dass ich einlade zu der Trennung von innerpsychischen Problemen und gesellschaftlich ausgelösten Bedingungen. Dies ist häufig heute bei einer Einschätzung der Arbeitsplatzbedingungen auch Thema, denn die Kapitalisierung der Arbeitskraft führt zu einer Entwürdigung menschlicher Arbeit, die oft nur in Geldwert umgerechnet wird und die aus meiner Sicht aber nachvollziehbarer Weise von den Menschen als Entwürdigung ihrer selbst erlebt wird und zu Verletzungen, Demotivation und Burn-Out bei- trägt.

In der Traumatherapie wende ich, falls sinnvoll und an der Zeit, EMDR (eye movement desensitisation and reprocessing) und die Screentechnik nach der KRESTmethode (Körper, Ressourcen, Emotionen, Systemische Aspekte in der Traumatherapie ) an.

Zu Informationen über Traumatherapie möchte ich gerne auf die Seite meines Kollegen und Freundes www.volker-bracke.de verweisen.

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